Im Rahmen unserer Aktionswoche formulierten wir drei unterschiedliche Analyseschritte. Anhand dieser soll der Einfluss des Mobiltelefons auf unseren Alltag untersucht werden.
Im folgenden Text soll das Telefonprotokoll erläutert werden.
Täglich kommunizieren wir unter zur hlifenahme von Telefonaten und Kurzmitteilungen. Auch verwenden einige unter uns die Erinnerungsfunktion ihres mobilen Telefons. Um Veränderungen unseres Verhaltens gegenüber unserer Umwelt, die sich in diesem Fall aus dem Körper/ dem Raum/ der Zeit und der Technik konstituiert zu entschlüsseln werden alle sechs Gruppenmitglieder einen Tag lang jedes Gespräch protokollieren und alle Textnachrichten archivieren.
Fragen wie: Wann und wie lange Telefonieren wir? Welche räumliche Entkopplung findet durch die mobile Telefonie statt? Führt die Nutzung des Handys stets schneller zur Erlangung von Informationen als ein direktes Aufsuchen des Gesprächpartners? Welche Priorität erhält ein Klingelndes Handy in unterschiedlichen Alltagssituationen? und Wie wirkt sich die ständige Erreichbarkeit auf unser Verhalten im Raum aus?, stellen ein zentrales Interesse der Telefonprotokolle dar.
In Vier Abschnitten werden Informationen zu unseren vier Hauptbegriffen gesammelt. Der Körper spiegelt sich in den Gesprächsteilnehmern wieder. Es gilt herauszufinden wie sehr der Körper sich durch ein vom Handy ausgehendes Signal von seiner Alltagsstruktur abbringen lässt. So sieht das Protokoll die Punkte der gefühlten Dringlichkeit und der Stimmung bei einem Anruf vor. Die gefühlte Dringlichkeit zielt auf die Frage nach der Priorität des Handys im Alltag ab. Die Stimmungslage soll zeigen ob wir erfreut, genervt, gespannt oder in einer anderen Verfassung zum Hörer greifen.
Der Begriff des Raumes findet sich in den Punkten, eigener Standort, eventueller Standort des Gesprächspartners und soziale Situation wieder. Um dies zu vierbildlichen sieht das Protokoll eine Fotographie vor die vom Protokollanten zu tätigen ist. Die soziale Situation beschreibt das Umfeld des Protokollanten während dem Gespräch. Hier ist interessant zu sehen ob und welche Auswirkungen das Telefonat/ das Klingelnde Gerät auf die Menschen die sich in direkter Nähe aufhalten hat. Geht zum Beispiel ein Anruf während der Gruppenarbeit ein so ist der Teilnehmer, im Falle der Annahme, abgelenkt und muss über die Diskussion im Anschluss des Gespräches informiert werden. Dies kostet die Zeit aller anderen Gruppenmitglieder.
Der Begriff der Zeit wird mit der Uhrzeit und der Gesprächsdauer ermittelt. Aber auch die Frage nach der “Effektivität” der mobilen Telefonie interessiert uns. So wollen wir anhand des Gesamtprotokoll versuchen herauszufinden ob und wie man ohne, dass mobile Gerät zum gleichen Ziel gekommen wäre. Dies kann jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt in einer Einzelbetrachtung ermittelt werden.
Der Begriff der Technik umfasst die Informationen zu eingehender oder ausgehender Anruf. Auch soll erfasst werden ob man direkt einen Körper erreicht oder bei einer Maschine in Form eines Anrufbeantworters oder Mailbox landet.
